Interview on Psychomania Fanzine #4 (German)
last update on 19.03.2008
Vielen Dank an Igor Frost und dem kompletten Team vom Psychomania Fanzine. Dank auch an billy für scannen!
Mark "Mad Dog" Cole – immer wieder übergeschnappt!
Psychomania Fanzine: Hi, Mark. Du bist schon einige Male für’s “Psychomania” interviewt worden. Hier also ein weiteres Mal… 2007 war das Jahr deines Comebacks mit einer neuen Band, eurer Tour und eures neuen Albums „Ultra Violence“. War 2007 – insgesamt gesehen – ein erfolgreiches Jahr für dich?
2007 war ein viel größerer Erfolg, als ich es mir jemals vorgestellt habe. Wer hätte damals beim anfänglichen Kontakt, damals im Oktober 2006 gedacht, dass wir bei den größten Festivals in Europa auftreten, ein neues Album produzieren, in Deutschland touren und sogar Berichte in beinahe allen Fanzines und Websites über uns erscheinen würden!
Psychomania Fanzine: Wie hat die Psychobilly-Szene euer neues Album aufgenommen?
Die Szene beurteilt alles was ich mache, nach meinen früheren Erfolgen. Es gab alles in allem zu 99% positive Reaktionen. Hätte ich gedacht, es würde, ohne hinterfragt zu werden, akzeptiert werden, hätte ich mich nicht bemüht, etwas Neues zu versuchen. Die Betonung scheint immer noch auf meiner „Stimme“ zu liegen, und da ist die Reaktion vor allem, dass sie sich nicht geändert hat.
Psychomania Fanzine: Gibt es Pläne für ein weiteres Album? Was würdest du gerne, verglichen mit „Ultra Violence“ besser machen?
JA! Es gibt Pläne weitere Aufnahmen zu machen, da ich wieder zurück bin. Ich werde NIEMANDEN mit falschen Versprechungen zehn Jahre auf ein „neues Album“ warten lassen (Anmerkung: Klingt nicht gerade nach einer Krewmen Wiedervereinigung!). Es wird einige Änderungen geben. Ich werde mehr Originalsongs auf das nächste Album nehmen und weniger Covers. Ich dachte, dass ich, nach über 20 Jahren weg von der Musik, nicht mehr die richtige Richtung haben würde, aber jetzt weiß ich, dass es nicht wahr ist. Wir beide, Jim (Jeffries) und ich, haben viele Ideen für die Zukunft und wir arbeiten ständig an neuem Material.
Psychomania Fanzine: Werdet ihr 2008 wieder auf Tour sein?
Wir sind mit verschiedenen Veranstaltern über unseren Agenten in Verhandlung, auch für die USA, Japan und so weiter. Wir hoffen, dass wir in den nächsten Monaten etwas Größeres ankündigen können. Wir sind immer offen für Angebote von überall! Also fragt einfach an!
Psychomania Fanzine: In einem Interview hast du mal erzählt, dass es doch große Unterschiede zwischen der Psycho-Szene von 1984, als du dazugekommen bist, und heute gibt. Was sind für dich die Unterschiede? Gibt es deiner Meinung nach Unterschiede zwischen den verschiedenen lokalen Szenen bzw. den unterschiedlichen Ländern?
Als ich sagte, dass sich die Szene unterscheidet, dachte ich daran, wie es für mich in den 80er Jahren war. Es war groß in Großbritannien damals – und ja, ich weiß, Dinge kommen, Dinge gehen… Aber es gibt immer noch ein paar Veranstalter im Vereinigten Königreich, die alles am Leben erhalten. Mehr Macht für sie! Als wir gewohnt waren im Klubfoot etc zu spielen, war alles einfach übergeschnappt! Der Club war ein Drecksloch, aber es war DER Ort, wo man damals sein musste. Im heutigen Großbritannien gibt es rein gar nichts Vergleichbares mehr!
Psychomania Fanzine: Wie glaubst du, wird sich Psychobilly in der Zukunft entwickeln?
Wenn ich darauf eine Antwort hätte, würde ich sie für mich behalten und mich in diese Richtung entwickeln! So lange ständig neue Bands, die Szene betreten, wird es immer Psychobilly geben. Ich liebe die Musik und das ist, was wir alle machen. Sie regt meine Vorstellungskraft an und erlaubt mir, die Dinge aus verschiedenen Perspektiven zu sehen. Weiterentwickeln oder Aussterben!. Das ist der Lauf der Welt.
Psychomania Fanzine: Was hast du für 2008 geplant?
Ich will ein anderes Album aufnehmen, so viele Länder wie möglich besuchen und so oft es nur gewünscht wird, spielen. Die USA und Japan sind sehr wichtig für die Zukunftspläne unserer Band. Sobald alle Details im Reinen sind, kann man größere Dinge von Mad Dog Cole erwarten.
Interview by Igor Frost.
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